Galiciens Meeresalgen-Bäckerin: Auszeichnung für Innovation mit marinen Rohstoffen

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Test

Das galicische Unternehmen Galuriña hat sich als Vorreiter in der Lebensmittelentwicklung etabliert. Unter der Leitung von Carmen Sánchez integriert der Betrieb aus Esteiro, Muros, seit 2014 zertifizierte, lokal gewonnene Meeresalgen in Backwaren. Die Innovation liegt in der Beimischung von Sorten wie Himanthalia, Wakame, Ulva und Nori zu Pizzen, Broten und Empanadas, was sowohl das Geschmacksprofil als auch den Nährwert der Produkte steigert.

Test 1

Diese Pionierleistung, die auf Rohstoffen aus der Ría de Muros basiert, wurde im September 2025 offiziell anerkannt. Das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung verlieh Galuriña den zweiten Preis für Exzellenz in der Innovationskategorie Fischerei oder Aquakultur. Die Preisverleihung fand am 15. Oktober 2025 in Madrid statt, ein Datum, das bewusst auf den Internationalen Tag der Landfrauen fiel, um die Bedeutung weiblicher Führung in der Agrar- und Ernährungsbranche hervorzuheben. Die Auszeichnung war mit einem Preisgeld von 12.000 Euro verbunden.

Test 2

Die von Sánchez selbst zwischen März und September bei Ebbe gesammelten Algen werden gewaschen, dehydriert und gemahlen. Die Einhaltung höchster Bio-Standards wird durch die Zertifizierung des Consejo Regulador de la Agricultura Ecológica de Galicia (Craega) gewährleistet. Durch den Einsatz der Algen, die reich an Proteinen, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien sind, werden die Backwaren zu nährstoffreichen Lebensmitteln aufgewertet. Branchenbeobachter sehen zudem das Potenzial von Algen, die Textur zu verbessern und aufgrund ihres Gehalts an antioxidativen Polyphenolen als natürliche Konservierungsmittel zu wirken.

Test 3

Die wissenschaftliche Relevanz der Innovation wird durch eine Kooperation untermauert. Carmen Sánchez arbeitet mit Ana Crujeiras vom IDIS (Instituto de Investigación Sanitaria de Santiago de Compostela) und dem CIBEROB zusammen. Im Fokus der frühen Forschungsphase steht die Untersuchung, ob der Verzehr von Brot mit Algen anstelle traditioneller Hefe positive Effekte bei Personen mit Entzündungsproblemen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten erzielen kann. Sánchez, die ihre frühere Karriere im industriellen Schnittmusterbau für diesen Weg aufgab, verbindet damit traditionelle galicische Rezepte, deren Ursprung sie in Dokumenten des 19. Jahrhunderts findet, mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

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Quellen

  • Antena3

  • Slow Food Compostela

  • La Voz de Galicia

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