Costa Rica birgt bedeutende Pleistozän-Fossilien von Riesenfaultier und Mastodon

Bearbeitet von: sfsdf dsf

Mitte Februar 2026 bestätigten die Behörden Costa Ricas die erfolgreiche Bergung von Fossilien, die dem Riesenfaultier (*Eremotherium*) und dem Mastodon (*Cuvieronius*) zugeordnet werden. Die Überreste werden auf ein Alter zwischen 10.000 und 40.000 Jahren datiert. Die Entdeckung, die auf einem nicht genannten Privatgrundstück in der zentralen Provinz Cartago gemacht wurde, wird als ein wichtiger paläontologischer Beitrag für das Land gewertet, der die nationale wissenschaftliche Sammlung stärkt. Der genaue Fundort wird aus Sicherheitsgründen vertraulich behandelt, um die Integrität der Exemplare zu gewährleisten.

Die Initiative zur Bergung begann, nachdem ein Bürger mutmaßliche Fossilien gemeldet hatte, was das Nationale Museum (MNCR) zu einer technischen Inspektion veranlasste. Bis zum 18. Februar 2026 sicherten Teams im Rahmen von 13 separaten Aktionen insgesamt 49 fossile Fragmente. Zu den geborgenen Materialien gehört ein vollständiger, 1,60 Meter langer Stoßzahn eines Mastodons, ergänzt durch weitere Wirbel, einen Oberschenkelknochen (Femur) und Rippen. Das *Cuvieronius*-Mastodon, ein Rüsseltier mit charakteristischen, leicht gekrümmten Stoßzähnen von bis zu 2 Metern Länge, erreichte eine Schulterhöhe von etwa 2,3 Metern.

Die Ausgrabung wird von einem zwölfköpfigen technischen Forschungsteam aus Geologie, Archäologie und Biologie geleitet, unter der Federführung der Geologin Joanna Méndez Herrera von der Abteilung für Naturgeschichte des MNCR. Internationale Expertise wird durch den Paläontologen Lucas Spencer vom New Mexico Museum of Natural History and Science sowie den costa-ricanischen Geologen Guillermo Alvarado Induni eingebracht. Zusätzlich sind Studierende der Universität von Costa Rica in das Projekt eingebunden. Die vorläufigen Analysen verorten die Funde in das späte Pleistozän, eine Epoche, die entscheidende Daten über das Klima und die Ökosysteme während des Großen Amerikanischen Faunenaustauschs liefert.

Das *Eremotherium*, ein terrestrisches Faultier, das bis zu sechs Meter hoch werden konnte, war vornehmlich in tropischen und subtropischen Flachlandregionen verbreitet. Angesichts der Tragweite der Funde hat der Minister für Kultur und Jugend, Jorge Rodríguez Vives, das MNCR angewiesen, mit der Konzeption einer permanenten Ausstellungshalle für die paläontologische Sammlung zu beginnen. Diese neue Einrichtung soll die nationalen Fossilien, einschließlich der jüngsten Entdeckungen, der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich aufgrund der Nähe zu einem Fluss anspruchsvoll.

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Quellen

  • Diario de Sevilla

  • ABC Color

  • Infobae

  • Infobae

  • Diario Libre

  • Amelia Rueda

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