Galerie der Matica Srpska feiert 200. Jubiläum mit Überblicksschau zur Sammlung
Bearbeitet von: sfsdf dsf
Anlässlich des bevorstehenden 200. Jahrestages ihrer Gründung im Jahr 1826 präsentiert die Galerie der Matica Srpska (GMS) in Novi Sad die bedeutende Ausstellung „Künstlerische Sammlung der Matica Srpska“. Die Schau, die vom 16. Februar 2026 bis zum 24. Mai 2026 für das Publikum zugänglich ist, würdigt die älteste literarische, kulturelle und wissenschaftliche Institution des serbischen Volkes. Die Matica Srpska wurde ursprünglich am 4./16. Februar 1826 in Pest ins Leben gerufen und festigte ihre Rolle als Bewahrerin des nationalen Erbes nach der Verlegung nach Novi Sad im Jahr 1864.
Dr. Tijana Palkovljević Bugarski, Direktorin der GMS, erläuterte, dass die Ausstellung die zentrale Vision der Gründer der Matica Srpska – die Pflege der serbischen Kultur, Sprache, Literatur und Wissenschaft – durch das Medium der Kunst vermittle. Sie betonte, dass es der Institution gelungen sei, inmitten großer gesellschaftlicher Umwälzungen einen Weg zur Pflege des authentischen Kulturerbes zu finden. Die Sammlung der Galerie, die heute über 12.000 Kunstwerke umfasst und sich primär auf Malerei konzentriert, dokumentiert die gesellschaftlichen, historischen und künstlerischen Transformationen der serbischen Gesellschaft von der Zeit der österreichischen und osmanischen Reiche bis zur heutigen Republik Serbien.
Ein wesentlicher Bestandteil der Sammlung ist die systematische Porträtierung bedeutender Persönlichkeiten, die von Beginn an zur Formung der visuellen Identität des serbischen Volkes beitragen sollte. Zu den gewürdigten Schlüsselfiguren gehören Gründer, Präsidenten, Sekretäre, Gönner und Wohltäter. Die Ausstellung ehrt spezifisch Persönlichkeiten wie Teodor Pavlović, der von 1832 bis 1841 Herausgeber des „Letopis Matica srpska“ war, sowie Milana Savić und Jovan Đorđević, die ebenfalls als Sekretäre wirkten. Ein separater Abschnitt widmet sich den Sekretären nach dem Zweiten Weltkrieg, darunter Darstellungen von Lazar und Savet Stojković sowie Olga und Kosta Milutinović.
Die Grundlage der heutigen Galerie, die seit 1958 eine unabhängige Institution ist, wurde unter anderem durch die wertvolle Porträtsammlung von Sava Tekelija, einem bedeutenden Wohltäter und ersten serbischen Doktor der Rechtswissenschaften, gelegt. Ergänzend zu den historischen Werken integriert die Ausstellung aktuelle künstlerische Bezüge zum Jubiläum, darunter Motive aus dem Jahr 2016 und Grafiken aus dem Jahr 2024, die anlässlich des 200. Jahrestages der „Chronik“ entstanden. Ein dokumentarischer Beitrag zeigt zudem eine neu entdeckte Zeichnung des Malers Miodrag Mihaillović, dessen Werk mit rund 50 künstlerischen Stücken in der Matica Srpska vertreten ist.
Die Kuratorin der Ausstellung, Stanislava Jovanović Mindić, beabsichtigte durch das Design und die Integration einer virtuellen Tour, die Atmosphäre der Matica erlebbar zu machen. Die stellvertretende Direktorin der GMS, Dr. Branka Kulić, verwies auf den lateinischen Aphorismus „Nomen est omen“, um die Bedeutung der porträtierten Namen hervorzuheben. Ergänzend zu den physischen Exponaten werden multimediale Inhalte und ein Dokumentarfilm angeboten. Ergänzend finden an Freitagen um 19:00 Uhr Rahmenprogramme und an Wochenenden um 13:00 und 17:00 Uhr Führungen statt. Die GMS, ansässig am Galerienplatz, zeigt in ihrer Dauerausstellung serbische Malerei und Grafik des 16. bis 21. Jahrhunderts.
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