Südafrika und Israel weisen Diplomaten aus nach Eskalation diplomatischer Spannungen

Bearbeitet von: sfsdf dsf

Die diplomatischen Beziehungen zwischen der Republik Südafrika und dem Staat Israel haben am 30. Januar 2026 einen neuen Tiefpunkt erreicht, als beide Staaten hochrangige Diplomaten gegenseitig auswiesen. Das südafrikanische Ministerium für Internationale Beziehungen und Kooperation (DIRCO) erklärte den israelischen Geschäftsträger, Ariel Seidman, zur unerwünschten Person und forderte ihn auf, das Land innerhalb von 72 Stunden zu verlassen. Diese Maßnahme begründete Pretoria mit mutmaßlichen Verstößen gegen diplomatische Gepflogenheiten, die als Herausforderung der südafrikanischen Souveränität interpretiert wurden.

DIRCO-Sprecher Chrispin Phiri führte als konkrete Gründe die wiederholte Nutzung offizieller israelischer Social-Media-Kanäle für als beleidigend eingestufte Äußerungen gegen Präsident Cyril Ramaphosa an, wobei ein solcher Vorfall bereits im November 2025 bekannt wurde. Zusätzlich wurde dem Diplomaten vorgeworfen, es versäumt zu haben, südafrikanische Behörden über die geplanten Besuche hochrangiger israelischer Amtsträger ordnungsgemäß zu informieren. Das südafrikanische Außenministerium wertete diese Handlungen als fundamentalen Bruch der Wiener Konvention über diplomatische Beziehungen und als Missbrauch des diplomatischen Privilegs.

Als unmittelbare und symmetrische Reaktion erklärte das israelische Außenministerium umgehend den südafrikanischen Geschäftsträger, Shaun Edward Byneveldt, zur Persona non grata, dem ebenfalls eine Ausreisefrist von 72 Stunden gesetzt wurde. Diese Tit-for-Tat-Aktion verdeutlicht die tief verwurzelte Feindseligkeit, welche die bilateralen Beziehungen seit der Eskalation des Gaza-Konflikts Ende 2023 prägt. Die Spannungen sind primär auf die von Südafrika im Dezember 2023 vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) gegen Israel eingeleitete Klage wegen des Vorwurfs des Völkermordes zurückzuführen, welche bereits zu einer Herabstufung der diplomatischen Vertretungen geführt hatte.

Die ICJ-Klage, die von mindestens 25 Ländern unterstützt wird, zielt darauf ab, Israel zur sofortigen Einstellung seiner Militäroperationen in Gaza zu verpflichten, da Südafrika eine Verletzung der UN-Völkermordkonvention von 1948 sieht. Israel weist die Vorwürfe, die sich auf die militärischen Operationen seit dem 7. Oktober 2023 beziehen, konsequent als haltlos zurück. Die jüngste Ausweisung verlagert die Auseinandersetzung von der juristischen Ebene des IGH in Den Haag auf die direkte operative Ebene des bilateralen Austauschs und wirft Fragen über die zukünftige Stabilität der Beziehungen zwischen Pretoria und Tel Aviv auf.

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Quellen

  • Deutsche Welle

  • Yahoo News Canada

  • Pakistan Today

  • Moneyweb

  • BusinessTech

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