Logistik- und Sicherheitsherausforderungen überschatten Vorbereitungen für UN-Klimakonferenz COP30 in Belém

Bearbeitet von: Olha 12 Yo

Kleiner Frosch

Die Vorbereitungen für die 30. UN-Klimakonferenz (COP30), die vom 10. bis 21. November 2025 in Belém, Pará, Brasilien, stattfinden soll, sind von erheblichen logistischen und infrastrukturellen Problemen überschattet. Ein zentraler Konfliktpunkt ist die Unterbringung: Die Stadt kann bei erwarteten 50.000 Teilnehmern nur Kapazitäten zwischen 14.000 und 18.000 Betten bereitstellen. Diese Diskrepanz führt zu exorbitant hohen Übernachtungspreisen, die zwischen 2.000 und 4.000 Euro pro Tag liegen können, was Bedenken hinsichtlich der Inklusivität des Gipfels für Delegationen aus Entwicklungsländern und Nichtregierungsorganisationen aufwirft.

Logistik- und Sicherheitsherausforderungen überschatten Vorbereitungen für UN-Klimakonferenz COP30 in Belém-1

Schweinchen

Obwohl die brasilianische Präsidentschaft eine Gesamtkapazität von 53.000 Betten angegeben hatte, verlangte die offizielle Buchungsplattform häufig überhöhte Preise und Mindestaufenthalte. Dies führte dazu, dass laut einer Umfrage des UN-Klimasekretariats fast drei Viertel der Länder noch keine Buchungen vorgenommen hatten. Die baulichen Herausforderungen verschärfen die Situation, da ein seit September 2025 andauernder Streik der Bauarbeiter in Belém die Fertigstellung kritischer Infrastruktur verzögert. Konkret sind etwa 60 Prozent eines Abschnitts des „Vila dos Líderes“ (Leaders' Village) von Bauverzögerungen betroffen.

Der Infrastrukturdirektor der COP30, Olmo Borges Xavier, bestätigte Ende September die Einhaltung der Termine für den Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 6. und 7. November sowie für die Hauptkonferenz. Die anhaltenden Streikaktivitäten stellen jedoch ein direktes Risiko für die rechtzeitige Fertigstellung dar. Angesichts der Sicherheitsanforderungen für ein Ereignis dieser Größenordnung hat Gouverneur Helder Barbalho beim Bundesregierung die Verhängung eines Dekrets zur Gewährleistung von Recht und Ordnung (GLO) beantragt, was die Ernsthaftigkeit der Sicherheitsplanung unterstreicht.

Die logistischen Turbulenzen haben diplomatischen Druck erzeugt. Fünfundzwanzig Länder, darunter Kanada, die Schweiz, Belgien, Schweden und die Niederlande, forderten in einem Schreiben an die UNFCCC und die COP-Präsidentschaft eine Verlegung des Veranstaltungsortes aus Belém, falls keine Mindestbedingungen garantiert würden. Die brasilianische Präsidentschaft, vertreten durch den COP30-Präsidenten André Corrêa do Lago, lehnte eine Verlegung kategorisch ab und bekräftigte den Standort Belém. Dennoch bleibt die Sorge, dass die hohen Kosten und logistischen Hürden zu einer „COP der Exklusion“ führen könnten, insbesondere für ärmere Nationen.

Die COP30 markiert zudem den zehnten Jahrestag des Pariser Abkommens von 2015, dessen Ziel die Begrenzung der Erwärmung auf 1,5°C ist, und die Vertragsstaaten sollen dort ihre neuen National Determined Contributions (NDCs) präsentieren. Als Reaktion auf die Kritik wurde die tägliche Zulage (DSA) für Teilnehmer aus Entwicklungsländern diskutiert, um sie an höhere Werte anzupassen. Die erfolgreiche Durchführung des Gipfels hängt nun von einer schnellen Lösung der Unterbringungsfrage ab, um Fortschritte bei der internationalen Klimafinanzierung und Anpassung zu erzielen.

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Quellen

  • Deutsche Welle

  • Cúpula da COP30 será antecipada e ocorrerá em Belém nos dias 6 e 7 de novembro de 2025

  • COP30 to take place 6-21 November 2025 in Belém, Brazil

  • COP30 — Ministério da Integração e do Desenvolvimento Regional

  • A um ano da COP30, Belém se transforma para receber Cúpula Climática

  • Des chambres d'hôtel jusqu'à 4 000 euros par nuit : « Va-t-on pouvoir se loger » lors de la COP30 sur le climat à Belem, au Brésil ?

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