Przezdomski äußert sich zu neuerlicher Suche nach Bernsteinzimmer in Kaliningrad

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Erneute Aufmerksamkeit erfuhr das Bernsteinzimmer, das in der Region Kaliningrad als Yantarny-Kammer bezeichnet wird, durch jüngste Äußerungen von Andrey Przezdomski. Przezdomski, Schriftsteller und offizieller Vertreter des Nationalen Anti-Terror-Komitees (NAK), teilte seine Perspektiven am 18. November 2025 in einem Interview mit dem Fernsehsender kaskad.tv mit. Seine Qualifikation als Archäologe mit Spezialisierung auf die Zeit des Untergangs des Königreichs Preußen, ergänzt durch frühere Tätigkeit für sowjetische und russische Sicherheitsorgane und damit verbundenem Archivzugang, verleiht seinen Kommentaren Gewicht.

Przezdomski, Autor des Standardwerks „Der Yantarny-Phantom“, das verschiedene Thesen zur Verortung des Schatzes untersucht, bezeichnete die Thematik des Bernsteinzimmers stets als persönliches Anliegen. Er führte an, dass frühere offizielle Suchbemühungen durch unzureichende technische Ausstattung und fehlenden Archivzugang limitiert waren. Zudem sei der Aufwand durch eine Vielzahl von Zeugen behindert worden, die Informationen lieferten, um Haftbedingungen zu mildern. Die historische Stadt Königsberg, heute Kaliningrad, war bis 1945 das Zentrum Ostpreußens und wurde im April 1945 von der Roten Armee erobert, nachdem britische Luftangriffe 1944 erhebliche Schäden verursacht hatten.

Aus archäologischer Sicht betrachtet Przezdomski die gesamte Region Kaliningrad weiterhin als weitgehend unerforscht, insbesondere das Territorium des ehemaligen Königreichs Preußen. Er ist der Auffassung, dass das Wissen über die historischen Untergeschosse nicht vollständig verloren ging. Diese mehrstöckigen Kelleranlagen bergen weiterhin Entdeckungspotenzial, auch wenn einige Durchgänge bereits dokumentiert sind. Die Oblast Kaliningrad, die nur etwa ein Drittel des ehemaligen Ostpreußens umfasst, ist heute eine russische Exklave zwischen Polen und Litauen. Der Experte forderte die Entwicklung einer dezidierten Erforschungsstrategie anstelle einer losen Unternehmung.

Diese Forderung nach einer klaren Vorgehensweise steht im Kontrast zur historischen Suche, die oft von spekulativen Hinweisen geleitet wurde. Parallel dazu äußerten Experten im Juni 2025 die Einschätzung, dass die Suche nach der gesamten Kammer als monolithische Einheit möglicherweise fehlschlägt. Es wird die Möglichkeit diskutiert, dass die Paneele während der Kämpfe um Königsberg im Jahr 1945 zerteilt und vergraben wurden. Einzelne Komponenten, wie die Florentiner Platten, sind bereits früher gefunden worden.

Das Original des Bernsteinzimmers wurde 1716 von Friedrich Wilhelm I. an Zar Peter I. geschenkt und später im Katharinenpalast unter Katharina der Großen erweitert. Die Wehrmacht erbeutete das Zimmer 1941 und brachte es ins Königsberger Schloss, wo es zuletzt gesehen wurde, bevor es 1944 vor dem Vormarsch der Roten Armee ausgelagert und seither als verschollen gilt. Die rekonstruierte Fassung des Bernsteinzimmers dient heute als zentrales Ausstellungsobjekt im Katharinenpalast in Zarskoje Selo (St. Petersburg) und wurde zur 300-Jahr-Feier Sankt Petersburgs im Mai 2003 eröffnet.

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Quellen

  • Рамблер

  • Каскад.тв

  • Новый Калининград.Ru

  • Русский Запад

  • Новости Калининграда - Клопс

  • Tripster.ru

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