Späte ADHS-Diagnose bei Frauen: Erleichterung und Transformation der Lebensqualität

Bearbeitet von: Olha 12 Yo

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Jüngste Berichte beleuchten die tiefgreifende positive Verschiebung der Lebensqualität und der mentalen Verfassung, die eine Diagnose der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im späteren Lebensabschnitt, insbesondere bei Frauen, mit sich bringen kann. Personen wie Kiri Babbage, die die Diagnose im Alter von 38 Jahren erhielt, berichten von einem neu gewonnenen Gefühl der Klarheit, nachdem sie über Jahre hinweg mit den Symptomen einer unentdeckten Störung rangen. Die Feststellung der ADHS liefert oft die Erklärung für chronische Schwierigkeiten in den Bereichen Zeitmanagement, das Verstehen sozialer Signale und die Kontrolle impulsiven Handelns, welche das tägliche Leben beeinträchtigten.

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Für viele weibliche Betroffene resultiert das Leben mit unerkannter ADHS in einem intensiven Prozess des „Maskierens“ – dem bewussten Unterdrücken auffälliger Symptome, um gesellschaftlichen Normen zu entsprechen. Diese ständige Anpassungsleistung, oft angetrieben durch einen inneren Perfektionismus, führt nicht selten zu einer tiefgreifenden inneren Erschöpfung und mündet in psychische Krisen oder Burnout-Zustände. Die standardisierten Diagnosewerkzeuge basierten lange auf männlichen Stereotypen, wodurch subtilere Manifestationen bei Frauen, wie stilles Tagträumen oder innere Unruhe, übersehen wurden, was stattdessen zu Fehldiagnosen wie Angststörungen oder Depressionen führte.

Ein umfassender Behandlungsansatz, der pharmakologische Unterstützung mit spezialisierter Psychotherapie kombiniert, ermöglicht signifikante Fortschritte im Selbstmanagement. Medikamente wie Elvanse, das den Wirkstoff Lisdexamfetamin enthält, werden eingesetzt, um das als „laute Gedanken“ beschriebene innere Chaos zu beruhigen. Lisdexamfetamin, ein Prodrug-Stimulans, das in Deutschland seit Mai 2019 auch für Erwachsene zugelassen ist, wirkt, indem es die Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin hemmt und deren Freisetzung steigert, was oft als besser verträglich als Methylphenidat-Präparate empfunden wird. Diese therapeutische Intervention unterstützt Betroffene dabei, chronische Herausforderungen wie die Regulierung des Gewichts, das Erreichen von Nüchternheit und die Bewältigung von Exekutivfunktionsstörungen sowie der sogenannten Rejection Sensitivity erfolgreich anzugehen.

Diese Entwicklung signalisiert eine zunehmende globale Anerkennung dafür, dass ADHS bei Frauen eine andere phänomenologische Ausprägung zeigen kann als bei Männern, was ihre langjährigen Erfahrungen validiert und den Weg für ein authentischeres Leben ebnet. Die Fähigkeit, die eigene neurologische Konstitution zu verstehen, ist ein entscheidender Schritt, um die psychosozialen Folgen jahrelangen Selbstzweifels aufzuarbeiten und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Die Behandlung ist dabei stets als Teil eines umfassenden, auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Therapieplans zu sehen.

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Quellen

  • getwestlondon

  • Yahoo Life UK

  • My London

  • Forbes

  • Nova Southeastern University

  • News-Medical.Net

  • Тайтл

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