Perus Mandarin-Exporte verzeichnen starkes Wachstum, doch Herausforderungen bleiben bestehen

Bearbeitet von: Olha 12 Yo

Der peruanische Mandarinensektor verzeichnet ein bemerkenswertes Wachstum: Die Exporte in den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 50 %, was Peru seine Führungsposition in Südamerika und den siebten Platz weltweit im Mandarinexport sichert. Zwischen Januar und Mai 2025 wurden über 100.000 Tonnen Zitrusfrüchte exportiert, wobei Mandarinen mit 62 % des Gesamtvolumens dominierten, gefolgt von Tahitian-Limetten.

Zwischen 2020 und 2024 verzeichneten die peruanischen Zitrusexporte ein stetiges Wachstum mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 5 % im Wert und 3 % im Volumen. Im Jahr 2024 exportierte Peru über 301.000 Tonnen Zitrusfrüchte im Wert von 357 Millionen US-Dollar, wobei Mandarinen 73 % der gesamten Zitrusexporte ausmachten. Die Vereinigten Staaten bleiben das Hauptziel für peruanische Zitrusfrüchte, gefolgt von den Niederlanden. Es ist jedoch eine Diversifizierung hin zu Märkten in Europa und Asien zu beobachten, die in den letzten Jahren ein signifikantes Wachstum gezeigt haben.

Trotz dieses beeindruckenden Wachstums steht der Sektor vor Herausforderungen. Der Klimawandel beeinflusst das Zucker-Säure-Gleichgewicht der Früchte, und Schädlinge wie Citrus Greening (HLB), die bereits in anderen Anbauländern wie Brasilien zu Verlusten geführt haben, stellen eine regionale Bedrohung dar. Hohe Logistikkosten beeinträchtigen zudem die Wettbewerbsfähigkeit südamerikanischer Produkte. Innerhalb Perus gibt es sortenspezifische Probleme, wie einen Rückgang der Blüte bei der Sorte W. Murcott, was die Verfügbarkeit von späten Mandarinen beeinträchtigen könnte.

Der Ausblick für die Mandarinexportkampagne 2025 bleibt positiv, mit Erwartungen einer Erholung bei frühen Sorten und anhaltendem Wachstum bei späten Sorten. Das kumulierte Exportwachstum wird voraussichtlich auf 8-9 % bis zum Ende der Kampagne moderieren. Peru hat sich durch Qualität und Sortendifferenzierung einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Zukünftige Nachhaltigkeit hängt von Investitionen in Plantagen und der Stärkung des Zugangs zu Schlüsselmärkten, insbesondere in Asien, ab.

Der breitere globale Mandarinemarkt ist dynamisch, mit Spanien, Marokko und Ägypten als bedeutenden Akteuren. Perus strategischer Fokus auf Qualität und sortenspezifische Merkmale hat es dem Land jedoch ermöglicht, eine starke Position einzunehmen. Die Widerstandsfähigkeit und zukunftsorientierten Strategien des Sektors sind entscheidend, um die Komplexität des internationalen Handels und der Klimavariabilität zu bewältigen und ein anhaltendes Wachstum auf dem globalen Markt zu gewährleisten.

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Quellen

  • FreshPlaza: Noticias del sector de frutas y verduras

  • Servicio Nacional de Sanidad Agraria del Perú (SENASA)

  • AgroLatam

  • FreshFruit

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