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Handelsannäherung zwischen Washington und Peking beflügelt Wall Street, während innenpolitische Spannungen bleiben
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Die Wall Street verzeichnete am Montag, dem 27. Oktober 2025, einen deutlichen Aufschwung. Auslöser war die Ankündigung von Präsident Trump bezüglich eines bevorstehenden Handelsabkommens mit der Volksrepublik China. Die Nachricht versprach die mögliche Aufhebung von Exportbeschränkungen für kritische Mineralien sowie die Eliminierung angedrohter Strafzölle, was eine Welle der Zuversicht unter den Anlegern auslöste.
Die positiven Marktreaktionen zeigten sich breit gefächert, insbesondere in Sektoren, die von Lieferketten abhängig sind. Die Technologie- und Halbleiterbranche reagierte besonders stark, wobei Aktien wie Nvidia um 2,2 Prozent, Broadcom um 2,2 Prozent und Tesla um 2,4 Prozent zulegten. Bis 9:30 Uhr Eastern Time stieg der Dow Jones Industrial Average um 302 Punkte oder 0,6 Prozent. Der S&P 500 verzeichnete einen Zuwachs von 0,9 Prozent, während der Nasdaq um 1,4 Prozent zulegte. Die Erwartung einer Entspannung der Handelskonflikte, welche die Märkte zuvor belastet hatten, wurde als zentraler Katalysator gewertet.
Im Kern der Entwicklung steht die Verschiebung der globalen Handelsdynamik rund um kritische Mineralien, die für Energiewende und Verteidigungstechnologien essenziell sind. Die USA sind historisch stark von China abhängig, das eine dominierende Stellung in Verarbeitung und Raffinierung vieler dieser Rohstoffe innehat. Die Aussicht auf eine Lockerung der Handelsrestriktionen, die auch eine Verzögerung chinesischer Exportkontrollen für Seltene Erden umfassen könnte, signalisierte den Märkten eine Rückkehr zu stabileren Versorgungsströmen.
Parallel zur Handelsoptimierung blickten Marktteilnehmer gespannt auf die bevorstehende Entscheidung der Federal Reserve am Mittwoch, dem 29. Oktober. Niedrigere Inflationsdaten als erwartet stützten die breite Erwartungshaltung einer Zinssenkung durch die Notenbank. Diese mögliche geldpolitische Lockerung verstärkte die positive Grundstimmung und lenkte Kapital in risikoreichere Anlagen. Gleichzeitig zeigten sich gegenläufige Effekte: US-gelistete Unternehmen für Seltene Erden verzeichneten Rückschläge, da die Erwartung chinesischer Beschaffung die Notwendigkeit teurerer heimischer Alternativen minderte. So fiel der Wert von Critical Minerals um 18,7 Prozent und USA Rare Earth um 13,9 Prozent.
Die komplexen Wechselwirkungen werden durch anhaltende innenpolitische und andere Handelsspannungen überlagert. Die von Präsident Trump am Samstag verhängte 10-prozentige Zollmaßnahme gegen kanadische Güter, eine Reaktion auf eine kritische Fernsehwerbung, sorgte für zusätzliche Spannungen an einer anderen Handelsfront. Hinzu kommt der fortgesetzte Stillstand der Regierung, der bereits seinen siebenundzwanzigsten Tag erreichte. Die Verhandlungen zwischen Präsident Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping sind für Donnerstag angesetzt, wobei die Marktteilnehmer in einer möglichen Einigung auch die Chance sehen, dass China seine Käufe von US-Sojabohnen wieder aufnimmt.
Quellen
New York Post
CNBC
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