Weltweiter Tag des Fötalen Alkoholspektrum-Störung: Bewusstsein und Prävention im Fokus
Bearbeitet von: Olha 12 Yo
Der 9. September ist als Internationaler Tag des Fötalen Alkoholspektrum-Störung (FASD) bekannt und lenkt die Aufmerksamkeit auf eine vermeidbare Erkrankung, die das Leben von Menschen nachhaltig beeinflusst. FASD umfasst eine breite Palette von Beeinträchtigungen, die durch Alkoholkonsum während der Schwangerschaft verursacht werden und sich auf körperliche, kognitive und Verhaltensentwicklung auswirken können.
In Deutschland werden jährlich schätzungsweise 10.000 Kinder mit FASD geboren, wobei etwa 3.000 davon die schwerste Form, das Fötale Alkoholsyndrom (FAS), aufweisen. Diese Zahlen unterstreichen die dringende Notwendigkeit verstärkter Aufklärungs- und Präventionsarbeit. Experten betonen unermüdlich, dass FASD zu 100 Prozent vermeidbar ist, wenn während der gesamten Schwangerschaft auf Alkohol verzichtet wird. Es gibt keine sichere Menge an Alkohol, die während der Schwangerschaft konsumiert werden kann, da Alkohol ein Zellgift ist, das ungefiltert über die Plazenta das ungeborene Kind erreicht und dessen empfindliches Nervensystem schädigen kann.
Die Auswirkungen von FASD sind vielfältig und oft lebenslang. Sie reichen von Lernschwierigkeiten und Problemen bei der sozialen Interaktion bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten wie Impulsivität oder Hyperaktivität. Viele Betroffene leiden unter unsichtbaren Beeinträchtigungen, die im Alltag zu Herausforderungen führen und oft zu Missverständnissen und Stigmatisierung führen. Die Sprache, die wir verwenden, um über FASD zu sprechen, ist entscheidend, um Stigmatisierung zu reduzieren. Begriffe wie „hirngeschädigt“ können durch „hirnbezogene Unterschiede“ oder „hirnbezogene Herausforderungen“ ersetzt werden, um einen unterstützenderen und weniger stigmatisierenden Ansatz zu fördern.
Die Präventionsarbeit ist von entscheidender Bedeutung und muss frühzeitig ansetzen, idealerweise bereits in der Schule. Kampagnen wie „Alkohol? Kenn dein Limit.“ und Angebote wie die Online-Beratung IRIS der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) spielen eine wichtige Rolle bei der Sensibilisierung werdender Eltern für die Risiken und Folgen von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft. Die Erkenntnis, dass jeder Schluck Alkohol während der Schwangerschaft schädlich sein kann, ist ein zentraler Punkt dieser Aufklärung. Die Bemühungen um Aufklärung und Prävention sind entscheidend, um die Zahl der Kinder, die mit FASD geboren werden, zu reduzieren und allen Kindern einen gesunden Start ins Leben zu ermöglichen.
Die katalanische Gesundheitsbehörde intensiviert ihre Bemühungen zur Prävention, indem sie gezielte Programme für Schwangere auflegt und medizinisches Fachpersonal schult. Diese Initiativen zielen darauf ab, das Bewusstsein für die Risiken zu schärfen und Fehlinformationen sowie das damit verbundene Stigma zu bekämpfen, das sowohl von den Betroffenen als auch ihren Familien erfahren wird.
54 Ansichten
Quellen
betevé
El Debate
Govern de la Generalitat de Catalunya
Drogues i Addiccions Comportamentals
Clínic Barcelona
Asociación Española de Pediatría
Weitere Nachrichten zu diesem Thema lesen:
Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.



