Die Be Local Association hat ein mehrjähriges Programm initiiert, das die ehemalige Kirche Santo Stefano in einen dauerhaften Ausstellungspavillon von internationaler Bedeutung umwandeln soll. Die Strategie, die derzeit über eine öffentlich-private Vereinbarung mit der Stadtverwaltung finalisiert wird, zielt darauf ab, bis zum Jahr 2030 eine Besucherzahl von 50.000 Personen zu erreichen. Diese Initiative stellt eine organisatorische Neuausrichtung dar, weg von der Verwaltung einzelner Kunstausstellungen hin zu einer gesicherten Stabilität für das Kulturangebot.
Stefano Gribaldo, Präsident der Be Local Association, bestätigte, dass die geschätzten Gesamtkosten für die initiale Umsetzungsphase auf rund 2 Millionen Euro veranschlagt sind. Das Machbarkeitsstudienprojekt hat die Zustimmung der Giunta erhalten, womit nun das Project Financing-Verfahren zur Identifizierung des privaten Partners für die Fünfjahreskooperation eingeleitet werden kann. Die Association verfügt über Erfahrung im Management von Kunstschauen, einschließlich einer Ausstellung zu Andy Warhol.
Für das kommende Jahr 2026 sind bereits die ersten drei thematischen Ausstellungen angekündigt, die jeweils für einen Zeitraum von drei bis fünf Monaten angesetzt sind. Die erste Schau, die von Dezember 2025 bis April 2026 laufen soll, trägt den Titel „Die Visionäre des Surrealismus - von Dalí bis Magritte und die Revolution des Imaginären“. Kuratiert von Vincenzo Sanfo, wird diese Ausstellung etwa 80 Originalwerke von Künstlern wie Salvador Dalí, René Magritte, Max Ernst, Man Ray und Giorgio de Chirico aus privaten Sammlungen in Italien und Frankreich zusammenführen.
Die zweite geplante Ausstellung im Sommer 2026, „Ruhelose Heldinnen: Mythos, Leidenschaft und Widerstand zwischen Artemisia Gentileschi und Tamara de Lempicka“, ist für Juni bis September angesetzt. Unter der Kuratierung von Pierluigi Carofano beleuchtet diese Gegenüberstellung anhand von sechzig Kunstwerken, einschließlich Arbeiten der Barockmalerin Artemisia Gentileschi, die Emanzipation der Frau.
Den thematischen Bogen der Kunstgeschichte schließt die dritte angekündigte Ausstellung für 2026 unter der Leitung von Vittorio Sgarbi mit dem Titel „Kunst auf dem Tisch: Meisterwerke von Caravaggio bis Banksy“. Diese Schau wird Stillleben im Stil Caravaggios bis hin zur zeitgenössischen Street Art von Banksy untersuchen und plant die Integration sensorischer Elemente für einen immersiven narrativen Pfad. Die Konzeption der Ausstellungen legt Wert auf eine ganzheitliche Erfahrung durch die Verschmelzung von Licht, szenischer Gestaltung, multimedialen Apparaten und kuratorischen Texten.



