Großer Schmetterlingszählungs-Report 2025: Kontrastreiche Ergebnisse für britische Schmetterlinge und trockene Bedingungen in Brasilien
Bearbeitet von: Dmitry Drozd
Die diesjährige Große Schmetterlingszählung (Big Butterfly Count) im Vereinigten Königreich, die vom 18. Juli bis 10. August 2025 stattfand, verzeichnete eine Rekordbeteiligung von über 125.000 Bürgerwissenschaftlern. Insgesamt wurden rund 1,7 Millionen Schmetterlinge und Motten erfasst. Die durchschnittliche Zählung pro 15 Minuten verbesserte sich auf 10,3 Schmetterlinge, was eine deutliche Erholung gegenüber den Rekordtiefs von 2024 (7,2 Schmetterlinge pro Zählung) darstellt. Trotz dieser Verbesserung liegen die Zahlen jedoch nur im modernen Durchschnitt und die langfristigen Trends bleiben besorgniserregend, da mehr als doppelt so viele weit verbreitete Arten signifikant zurückgegangen sind, als zugenommen haben. Experten betonen die Notwendigkeit dringender Schutzmaßnahmen, um die Populationen dieser wichtigen Bestäuber zu unterstützen.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den Arten Großer Weißling und Kleiner Weißling, die ihre besten Ergebnisse aller Zeiten erzielten. Auch die tagaktive Jersey-Tiger-Motte wurde weiter verbreitet und in höheren Zahlen als je zuvor erfasst. Im Gegensatz dazu verzeichneten Arten wie der Kleine Bläuliche und der Wiesenscheck einige ihrer schlechtesten Zählungen überhaupt, was auf anhaltenden Druck auf diese Populationen hindeutet. Die britischen Schmetterlingspopulationen insgesamt sind seit den 1970er Jahren einem Rückgang von 80% ausgesetzt, wobei viele spezialisierte Arten dramatisch zurückgegangen sind. Der Klimawandel wird als wesentlicher Faktor für diese Rückgänge angesehen, da er zu früheren Frühlingserscheinungen, Größenveränderungen und neuen Lebensräumen führt. Arten, die an den nördlichen Grenzen ihres Verbreitungsgebiets leben, konnten ihre Gebiete erweitern und sich nach Norden ausbreiten, wie beispielsweise der Zitronenfalter und das Tagpfauenauge, die in Schottland häufiger geworden sind.
Währenddessen werden für Botucatu in Brasilien für den 9. September 2025 heiße und trockene Wetterbedingungen erwartet, mit Temperaturen von bis zu 32°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit, die unter 30% fallen könnte. Dies folgt auf einen nahezu regenfreien August, der als der trockenste Monat seit Jahren gilt. Die anhaltende Trockenheit kann erhebliche Auswirkungen auf die Schmetterlingspopulationen haben, da sie die Verfügbarkeit von Nahrungsquellen für Raupen reduziert und die Lebenszyklen beeinträchtigt. Insbesondere in tropischen Regionen, in denen sich Niederschlagmuster ändern, können Schmetterlingsarten, die auf diese Muster angewiesen sind, deutliche Rückgänge verzeichnen. Die extremen Wetterereignisse, die mit Hitzewellen und Dürreperioden verbunden sind, sind wichtige Folgen des Klimawandels, und die Auswirkungen von Dürre auf die Biodiversität sind ein wachsendes Anliegen.
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Quellen
Farming Life
Jornal Acontece Botucatu
The Big Butterfly Count 2025 | Butterfly Conservation
Big Butterfly Count 2025 is underway | Butterfly Conservation
Last summer was second worst for common UK butterflies since 1976 | Butterflies | The Guardian
‘Butterfly emergency’ declared as UK summer count hits record low | Butterflies | The Guardian
What really counts as butterfly-friendly planting? | Financial Times
Acontece Botucatu
Climatempo
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