Extreme Hitze gefährdet Fußballerinnen beim Campeonato Mineiro Feminino 2025

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Während die Weltgemeinschaft Ende November 2025 auf der UN-Klimakonferenz COP30 in Belém globale Strategien diskutierte, offenbarte sich ein dringendes lokales Problem: die gesundheitlichen Risiken für Fußballerinnen durch extreme Wetterlagen. Das Finale des Campeonato Mineiro Feminino am 22. November 2025 begann um 15:00 Uhr, eine Anstoßzeit, die von medizinischen Experten angesichts der zunehmenden Häufigkeit von Hitzewellen als bedenklich eingestuft wird. Diese Wetterextreme werden auf den fortschreitenden Klimawandel zurückgeführt.

Die Anstoßzeit um 15:00 Uhr war keine Ausnahme, sondern die Regel: 17 der insgesamt 21 Spiele der Saison 2025 des Campeonato Mineiro Feminino starteten zu dieser Zeit. Dies deutet auf ein strukturelles Versäumnis hin, Spielpläne an die klimatischen Realitäten anzupassen, obwohl Fachleute frühzeitig gewarnt hatten. Medizinische Fachkräfte betonen, dass Athletinnen zu dieser Zeit einer hohen Belastung durch UVA-Strahlen und der intensivsten UVB-Strahlungsperiode ausgesetzt sind, was das Risiko für Dehydrierung, Sonnenbrand und langfristig Hautkrebs signifikant erhöht.

Meteorologische Beobachtungen untermauern diese Besorgnis, da die globale Erwärmung extreme Wetterphänomene wie häufigere Hitzewellen in Minas Gerais verstärkt, wo die Temperaturen in den letzten zwei Jahrzehnten um 1,1 Grad Celsius gestiegen sind. Die Spielerinnen selbst forderten vehement spätere Anstoßzeiten, da Spitzenleistungen unter der Mittagshitze als menschlich nicht machbar eingeschätzt werden, wobei sie häufig die Anforderungen des Fernsehprogramms als Hauptbehinderung nannten. Die Teams der Saison 2025 umfassten unter anderem América Mineiro, Araguari, Atlético Mineiro, Cruzeiro, Itabirito und Valadares, deren Saison vom 20. September bis zum 22. November lief.

Die Situation im brasilianischen Sport spiegelt eine globale Diskrepanz wider. Während auf der COP30 in Belém Fortschritte bei der Anpassungsfinanzierung erzielt wurden, wie die Zusage Deutschlands über 60 Millionen Euro für den globalen Anpassungsfonds, fehlt es an einer verbindlichen Verpflichtung zur Abkehr von fossilen Brennstoffen. Die Federação Mineira de Futebol (FMF), verantwortlich für das Turnier, sah sich dem Konflikt zwischen logistischen Notwendigkeiten und dem Schutz der Gesundheit der Spielerinnen gegenüber, wobei letzteres zurückstehen musste. Die FMF übertrug in der Saison 2025 alle Spiele, was die Bedeutung der Übertragungsrechte hervorhebt.

Der Kontext der Hitzebelastung ist in Brasilien seit Längerem bekannt; so wurde bereits 2024 in Minas Gerais der Tod von rund 500 Fischen in einer Lagune auf steigende Temperaturen zurückgeführt. Die Kluft zwischen globaler Klimapolitik und lokaler sportlicher Realität verdeutlicht die Herausforderung, die auch bei der COP30 thematisiert wurde: Die Finanzierung hält mit dem Tempo der Klimakrise nicht Schritt, wie UNO-Generalsekretär António Guterres anmerkte. Die Entscheidung, das Finale um 15:00 Uhr anzusetzen, wird somit als Mikrokosmos des globalen Konflikts betrachtet: kurzfristige logistische Bequemlichkeit gegen langfristige gesundheitliche und ökologische Notwendigkeiten.

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Quellen

  • No Ataque

  • LANCE!

  • Greater Belize Media

  • Itatiaia

  • Scribd

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