Kategorie-5-Hurrikan Melissa trifft Jamaika und bricht regionalen Windgeschwindigkeitsrekord
Bearbeitet von: Dmitry Drozd
Der Hurrikan Melissa der Kategorie 5 traf am 28. Oktober 2025 auf Jamaika und hinterließ in der Karibik eine Spur der Zerstörung, die das Ausmaß einer beispiellosen Naturkatastrophe annahm. Dieses Ereignis setzte einen neuen, ernüchternden Maßstab für die meteorologische Intensität in der Region. Als Melissa auf Land traf, erreichte sie anhaltende Windgeschwindigkeiten von unglaublichen 160 mph. Damit wurde offiziell der bisherige Rekord übertroffen, der seit 1988 von Hurrikan Gilbert gehalten wurde, welcher damals Windgeschwindigkeiten von 130 mph registrierte. Die Wucht dieses Sturms war historisch und stellte die Widerstandsfähigkeit der Inselnation auf eine harte Probe.
Ein entscheidender Faktor, der das Ausmaß der Zerstörung dramatisch verstärkte, war die extrem langsame, beharrliche Zugbahn des Sturms in westlicher Richtung. Am 27. Oktober 2025 bewegte sich Melissa lediglich mit etwa 3 mph vorwärts. Diese träge Geschwindigkeit führte zu sintflutartigen Regenfällen, wobei lokal begrenzte Gebiete bis zu 40 Zoll Niederschlag verzeichneten. Das verheerende Zusammenspiel aus extremen Windböen und dieser massiven Sättigung des Bodens löste katastrophale Sturzfluten und weit verbreitete Erdrutsche aus. Besonders hart traf es dabei die zerklüfteten, höher gelegenen Regionen Jamaikas.
Die Auswirkungen des Sturms beschränkten sich jedoch nicht auf die Insel: Auch im benachbarten Haiti und der Dominikanischen Republik wurden schwere Überschwemmungen und Bodenbewegungen gemeldet. Angesichts der sich zuspitzenden Bedrohung ergriffen die regionalen Behörden zügige Vorbereitungsmaßnahmen. Bereits am 26. Oktober 2025 stellten sämtliche jamaianische Flughäfen ihren Betrieb ein. Die Verantwortlichen ordneten zudem obligatorische Evakuierungen für sieben Gemeinden an, die als besonders anfällig für Überflutungen identifiziert worden waren.
Das National Hurricane Center gab kontinuierlich Warnmeldungen heraus und forderte die Bevölkerung dringend auf, den Anweisungen Folge zu leisten und in den dafür vorgesehenen Schutzräumen Sicherheit zu suchen, da lebensbedrohliche Bedingungen herrschten. Tragischerweise forderte dieses Naturereignis bereits mindestens vier Todesopfer in den betroffenen Gebieten: Drei bestätigte Todesfälle wurden aus Haiti gemeldet, ein weiterer aus der Dominikanischen Republik.
Während sich die unmittelbaren Anstrengungen auf Such-, Rettungs- und Stabilisierungsmaßnahmen konzentrieren, zwingt der Vorfall zu einer kritischen Neubewertung der langfristigen Widerstandsfähigkeit der Region gegenüber der zunehmenden Klimainstabilität. Dieses Ereignis spiegelt eine wachsende globale Besorgnis hinsichtlich der Verwundbarkeit der Karibik wider. Die Analyse der jüngsten Klimamuster deutet auf einen Trend hin zu intensiveren und langsamer ziehenden tropischen Wirbelstürmen. Wissenschaftler bringen dieses Phänomen direkt mit wärmeren Meeresoberflächentemperaturen in Verbindung.
Daten aus dem letzten Jahrzehnt belegen einen Aufwärtstrend bei der Häufigkeit von Stürmen, die im Nordatlantischen Becken den Status der Kategorie 4 oder 5 erreichen. Dies legt nahe, dass Hurrikan Melissa Teil eines größeren, sich entwickelnden Musters ist. Die Erkenntnisse aus dieser Katastrophe erfordern daher eine grundlegende Verschiebung der Vorbereitungsstrategien und des Katastrophenmanagements, um zukünftigen, ähnlich verheerenden Ereignissen besser begegnen zu können.
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Quellen
Washington Post
ABC News
Weather.com
WYFF News 4
Serve Source
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