Kirchen in Simbabwe rufen zur Bekämpfung des Drogenmissbrauchs bei Jugendlichen auf

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Die Kirchen in Simbabwe sehen sich mit der dringenden Aufgabe konfrontiert, dem wachsenden Problem des Drogen- und Substanzmissbrauchs unter Jugendlichen entgegenzutreten. Erzbischof Tsungai Vushe unterstreicht die entscheidende Rolle der Kirche als moralischer Wegweiser, der der Jugend Orientierung, Disziplin und ethische Werte vermitteln soll.

Die Sucht hat weitreichende Folgen, die nicht nur die Zukunft junger Menschen zerstören, sondern auch Familien auseinanderreißen und das soziale Gefüge des Landes schwächen. Berichten zufolge sind etwa 60 % der psychiatrischen Einweisungen auf Drogenmissbrauch zurückzuführen. Studien zeigen, dass bis zu 60 % der Jugendlichen in städtischen Gebieten mit Drogen experimentiert haben und etwa 35 % regelmäßig Drogen konsumieren. Die alarmierende Zunahme von Drogenabhängigkeit macht ein gemeinsames Vorgehen unumgänglich. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, die Hintermänner des illegalen Drogenhandels zur Verantwortung zu ziehen.

Erzbischof Vushe unterstützt staatliche Maßnahmen wie verstärkte Grenzkontrollen und den Ausbau von Rehabilitationsprogrammen zur Eindämmung des Drogenhandels und -missbrauchs. Die Regierung hat Drogenmissbrauch zu einem nationalen Notstand erklärt und arbeitet an der Einrichtung spezialisierter Gerichte sowie an der Entwicklung von Gesetzen für eine Nationale Agentur zur Drogenkontrolle und -ausrottung. Der „Zimbabwe Multi-Sectoral Drug and Substance Abuse Plan (2024-2030)“ ist eine zentrale Strategie. Im November 2023 wurde eine gebührenfreie Rufnummer zur Meldung von Drogendelikten und zur Suche nach Hilfe bei Drogenmissbrauch eingeführt. Die Kirchen sind aufgerufen, ihre Reichweite und ihren Einfluss zu nutzen, um die Gemeinschaft zu erreichen. Dies beinhaltet die Intensivierung gemeindenaher Programme, die Bereitstellung von Beratungsangeboten und die Einrichtung von Jugendinitiativen, die positive Werte und lebenspraktische Fähigkeiten fördern. Solche Programme können jungen Menschen helfen, Hoffnung und Zielstrebigkeit zu entwickeln und alternative Wege abseits der Sucht aufzuzeigen.

Die Prävention und Unterstützung durch kirchliche Organisationen, wie sie beispielsweise in Deutschland durch Initiativen wie das Blaue Kreuz in der Evangelischen Kirche stattfindet, zeigt die universelle Relevanz dieser Thematik. Die Auswirkungen der Pandemie haben die Herausforderung des Drogenmissbrauchs, der sich in einem Anstieg von Angstzuständen und Depressionen äußert, global verschärft. Angesichts der begrenzten staatlichen Rehabilitationsmöglichkeiten sind kirchliche und gemeindebasierte Selbsthilfegruppen oft die einzige Hoffnung für Betroffene. Die Kirchen können durch ihre Netzwerke und ihre ethische Ausrichtung eine entscheidende Rolle spielen, indem sie Präventionsarbeit leisten und ein Umfeld schaffen, das Heilung und Wiederherstellung fördert. Sie können als erste Anlaufstelle für Hilfesuchende dienen und einen sicheren Raum für Gespräche und Unterstützung bieten. Die Kampagne „The Strength Is In You“, unterstützt von der schwedischen Botschaft, betont das Engagement der Gemeinschaft. Initiativen wie das „Presidential Empowerment Scheme“ und das „Youth Service in Zimbabwe“-Programm zielen darauf ab, nachhaltige Lebensgrundlagen zu schaffen und berufliche Ausbildung anzubieten.

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Quellen

  • herald

  • Zimbabwe: President to Launch Drug and Substance Abuse Action Plan - allAfrica.com

  • Over US$3m kitty for drug, substance abuse fight - herald

  • ZIMBABWE MULTISECTORAL DRUG AND SUBSTANCE ABUSE PLAN | UNICEF Zimbabwe

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