Griechenland bekräftigt nach Treffen mit Sandu starke Unterstützung für den EU-Beitritt der Republik Moldau
Bearbeitet von: Olha 12 Yo
Am Montag, dem 15. Dezember 2025, empfing der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis die moldauische Präsidentin Maia Sandu in Athen. Dieses hochrangige Treffen diente der formellen Bekräftigung der Entschlossenheit der Hellenischen Republik, Moldau bei seinem strategischen Ziel der Integration in die Europäische Union zu unterstützen. Dieses diplomatische Engagement fand kurz nach den Parlamentswahlen in Moldau im September 2025 statt. Bei diesen Wahlen hatte die pro-europäische Fraktion um Präsidentin Sandu eine parlamentarische Mehrheit errungen, ein Ergebnis, das trotz dokumentierter externer Einflussnahme auf den Wahlprozess erzielt wurde.
Premierminister Mitsotakis gratulierte Präsidentin Sandu ausdrücklich zu dem jüngsten Wahlerfolg. Er hob hervor, dass die moldauischen Wähler ein klares demokratisches Mandat erteilt hätten, indem sie versuchten Manipulationen widerstanden. Internationale Beobachter hatten zuvor angemerkt, dass die Wahlen zwar kompetitiv verlaufen seien, jedoch durch hybride Bedrohungen beeinträchtigt wurden. Dazu zählten illegale Finanzierungen, Cyberangriffe und Desinformationskampagnen, die mutmaßlich mit Russland in Verbindung standen. Für Griechenland stellt die Erweiterung der Europäischen Union um Moldau ein strategisches Gebot der eigenen nationalen Interessen dar. Mitsotakis sicherte zu, sich auf der kommenden Tagung des Europäischen Rates aktiv für diese Erweiterung einzusetzen.
Um den Beitrittsprozess konkret voranzutreiben, bot Griechenland Moldau formell spezialisierte technische Expertise an. Diese Hilfe soll bei der Harmonisierung der nationalen Gesetzgebung mit dem umfassenden europäischen Acquis Communautaire unterstützen. Dabei wurde anerkannt, welche beachtlichen Fortschritte die Republik Moldau bereits erzielt hat. Ein weiterer Schwerpunkt der bilateralen Gespräche lag auf der Stärkung der Energiekooperation. Hierbei standen die Entwicklung des Vertikalen Korridors sowie der Abschluss neuer Importverträge für amerikanisches Flüssigerdgas (LNG) im Fokus. Diese Kooperation unterstützt die übergeordneten EU-Bemühungen, die Energieversorgung von russischen Kohlenwasserstoffen zu diversifizieren, und positioniert Griechenland als wichtigen regionalen Akteur für die Energiesicherheit.
Der Vertikale Gas-Korridor ist ein bedeutendes Infrastrukturvorhaben, an dem Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, die Slowakei, Moldau und die Ukraine beteiligt sind. Ziel ist die Etablierung eines nord-südlichen Erdgas-Transportnetzes durch Südost- und Mitteleuropa, dessen Fertigstellung für 2026 anvisiert ist. Dieses System wird bestehende Pipelines, wie die Transbalkan-Pipeline, für einen bidirektionalen Gasfluss umrüsten. Dies ermöglicht primär den Transport von regasifiziertem LNG von südlichen Einspeisepunkten in Griechenland nach Norden. Griechenlands Rolle als wichtiges LNG-Gateway für die USA wird durch Infrastrukturinvestitionen gefestigt, einschließlich des Baus eines zweiten LNG-Terminals. Dies ist essenziell, um US-Energie in die Region zu leiten und die Strategie zum Ausstieg aus russischem Gas umzusetzen.
Über die Energiepolitik hinaus verpflichteten sich beide Staatschefs zur Vertiefung der wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Athen und Chișinău. Griechenland signalisierte seine Bereitschaft, seine Erfahrungen bei der Anwerbung ausländischer Direktinvestitionen in die moldauische Wirtschaft einzubringen. Es wurde Expertise in der Projektentwicklung angeboten, insbesondere durch Mechanismen wie den GrowthFund – Project Preparation Facility. Dies soll die institutionelle Kapazität Moldaus stärken, seinen EU-Wachstumsplan umzusetzen, aus dem bereits rund 300 Millionen Euro ausgezahlt wurden. Abschließend betonte der griechische Premierminister die gemeinsame Verantwortung für die Wahrung von Frieden und Stabilität auf dem gesamten europäischen Kontinent. Er wertete die Erweiterung als strategische Investition in die regionale Sicherheit. Auch die gut integrierte moldauische Diaspora in Griechenland wurde für ihren wichtigen Beitrag zu den bilateralen Beziehungen gewürdigt.
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Quellen
Pelop.gr
Iefimerida
ProtoThema English
Vertex AI Search
toManifesto.gr
Hellasjournal.com
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