
COP30 in Belém: Fokus auf Umsetzung des Pariser Klimaabkommens
Bearbeitet von: Olha 12 Yo

Die 30. Klimakonferenz der Vereinten Nationen, bekannt als COP30, wird vom 6. bis zum 21. November 2025 in Belém, Brasilien, abgehalten. Die brasilianische Regierung fungiert als Gastgeber und Organisator dieser bedeutenden internationalen Zusammenkunft im Herzen des Amazonasgebiets. Das zentrale Ziel der Konferenz besteht darin, die globalen Maßnahmen zum Klimaschutz zu intensivieren und die Umsetzung des Pariser Abkommens, das die Reduzierung der Treibhausgasemissionen und die Anpassung an den Klimawandel vorsieht, maßgeblich zu beschleunigen. Die Wahl Beléms als Austragungsort unterstreicht die kritische Rolle, die tropische Wälder und Biodiversität im globalen Klima-Ökosystem spielen.

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Der formelle Ablauf der Konferenz ist präzise strukturiert. Die Eröffnung erfolgt am 6. und 7. November mit einem hochrangigen Gipfeltreffen, an dem Staats- und Regierungschefs aus aller Welt teilnehmen werden, um politische Impulse zu setzen und Verhandlungsrahmen abzustecken. Die anschließenden Hauptverhandlungssitzungen, in denen technische Details und verbindliche Beschlüsse erarbeitet werden, sind für den Zeitraum vom 10. bis zum 21. November angesetzt. Sämtliche Aktivitäten konzentrieren sich auf den Parque da Cidade in Belém. Dort werden sowohl die offiziellen Verhandlungen der Delegationen in der sogenannten Blauen Zone als auch die öffentlichen Foren und Ausstellungen der Grünen Zone stattfinden.
Die thematische Agenda der COP30 fokussiert auf kritische Aspekte der globalen Klimakrise. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung nachhaltiger Bioenergie und der Untersuchung der sozialen Dimensionen, die mit der weltweiten Umstellung auf erneuerbare Energiequellen verbunden sind. Francesco La Camera, der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA), gab an, dass die Konferenz eine eingehende Prüfung der gesellschaftlichen Auswirkungen der Energiewende sowie des Einsatzes nachhaltiger Biomasse vornehmen werde. Die Diskussionen sollen klären, wie der Übergang zu sauberer Energie gerecht gestaltet werden kann.
Auf politischer Ebene bereitet sich die Europäische Union (EU) darauf vor, ihre präzisen Prioritäten für die Konferenz festzulegen. Ziel ist die Definition eines klaren Fahrplans für die globale Klimapolitik, der über die bisherigen Zusagen hinausgeht. Die Teilnahme der EU dient der nachdrücklichen Bekräftigung ihrer Verpflichtung gegenüber den Zielen des Pariser Abkommens, dessen Inkrafttreten dann fast ein Jahrzehnt zurückliegt. Die EU sieht die COP30 als entscheidende Gelegenheit, die internationale Gemeinschaft zu ambitionierteren Klimaschutzmaßnahmen zu bewegen und die Lücken zwischen den aktuellen nationalen Beiträgen und dem 1,5-Grad-Ziel zu schließen.
Die aktive Beteiligung indigener Gemeinschaften wird ein herausragendes Merkmal der COP30 sein. Die Flottille „Yaku Mamá“ plant eine symbolträchtige Reise von über 3.000 Kilometern den Amazonas hinunter, um Belém zu erreichen und dort ihre Forderungen nach stärkerem Schutz ihrer Territorien und traditionellen Lebensweisen zu präsentieren. Im Vorfeld der Konferenz wurden logistische Bedenken laut, insbesondere hinsichtlich potenziell überhöhter Hotelpreise. Diese könnten Delegationen aus wirtschaftlich schwächeren Nationen von der Teilnahme abhalten. Berichten zufolge wurden jedoch Maßnahmen ergriffen, um die Unterbringungskosten zu senken und somit eine breitere und inklusivere Teilnahme zu ermöglichen. Die brasilianische Regierung hat abschließend bekräftigt, dass die Konferenz wie geplant in Belém stattfinden wird, ohne dass die Notwendigkeit eines Notfallplans besteht.
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Quellen
Deutsche Welle
United Nations Climate Change Conference COP30
COP30 Summit to be held early in Belém on November 6 and 7, 2025
COP30 announces ambitious Thematic Days, invites the world to Belém
Health at COP30
COP30: Council sets EU position for the climate conference in Belém
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