
Argentinischer Film „The Currents“ feiert Weltpremieren in Toronto und San Sebastián
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„The Currents“ (Las corrientes), der dritte Spielfilm von Milagros Mumenthaler, feierte am 8. September 2025 seine Weltpremiere im Rahmen der wettbewerbsorientierten Platform-Sektion des Toronto International Film Festival (TIFF). Als einziger iberoamerikanischer Beitrag in dieser Kategorie, die Regisseure mit einer ausgeprägten künstlerischen Vision hervorhebt, unterstreicht der Film die wachsende internationale Anerkennung argentinischer Filmschaffender.
Mumenthaler, eine in der Schweiz geborene argentinische Regisseurin, ist bekannt für ihre tiefgründigen und atmosphärischen Werke, die oft Themen wie Erinnerung und Identität erforschen. Ihr vorheriger Film, „Abrir puertas y ventanas“ (2011), gewann 2011 den Goldenen Leoparden in Locarno und festigte ihren Ruf als bedeutende Stimme im unabhängigen Kino. „The Currents“ wird auch um die Goldene Muschel auf dem 73. Filmfestival von San Sebastián konkurrieren, das vom 19. bis 27. September 2025 stattfindet. Das Festival in San Sebastián ist eines der renommiertesten Filmfestivals Europas und bekannt dafür, neue Talente zu fördern und herausragende Filme aus aller Welt zu präsentieren.
Die Teilnahme von „The Currents“ an beiden Festivals unterstreicht die Qualität und das Potenzial des argentinischen Kinos auf der globalen Bühne. Trotz Herausforderungen wie staatlichen Kürzungen, die sich auf die Filmproduktion auswirken, wie im Bericht des Nationalen Instituts für Kino und audiovisuelle Künste (INCAA) für 2024/2025 hervorgehoben wurde, zeigt die internationale Präsenz argentinischer Filme wie dieser die Widerstandsfähigkeit und Kreativität der Branche.
Die Handlung des Films dreht sich um Lina, eine 34-jährige Modeexpertin, deren Leben eine unerwartete Wendung nimmt, nachdem sie in der Schweiz eine Auszeichnung erhalten hat. Nach ihrer Rückkehr nach Buenos Aires behält Lina ihre Erlebnisse für sich und begibt sich auf eine Reise der inneren Transformation, die mit vergangenen Erinnerungen verbunden ist. Diese thematische Auseinandersetzung mit persönlicher Entwicklung und der Verarbeitung von Vergangenem spiegelt sich auch in der argentinischen Filmkultur wider, die oft komplexe soziale und historische Themen aufgreift.
Der Film soll am 13. November 2025 in den argentinischen Kinos anlaufen und verspricht, ein wichtiger Beitrag zur diesjährigen Filmfestivalsaison zu werden. Die argentinische Filmindustrie, die historisch gesehen eine der drei am weitesten entwickelten in Lateinamerika ist, hat trotz wirtschaftlicher Schwankungen und der Dominanz internationaler Produktionen eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Erneuerung und zur Produktion von Filmen bewiesen, die sowohl national als auch international Anerkennung finden.
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