Siris neues Gehirn
Apple bestätigt: Google Gemini treibt personalisierte Siri nach starken Ergebnissen im ersten Quartal 2026 an
Bearbeitet von: Dmitry Drozd
Apple-CEO Tim Cook hat während der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des ersten Geschäftsquartals am 29. Januar 2026 offiziell bestätigt, dass die künstliche Intelligenz Gemini von Google in die nächste Siri-Generation integriert wird. Diese neue, als „personalisierte Siri“ bezeichnete Funktion stellt eine zentrale Säule des Apple-Intelligence-Ökosystems dar. Die Ankündigung erfolgte im Kontext der Finanzergebnisse für das Quartal, das am 27. Dezember 2025 endete, und schließt an die offizielle Bekanntgabe der strategischen Partnerschaft vom 12. Januar 2026 an.
Cook hob während der Telefonkonferenz die fundamentale Struktur der Zusammenarbeit hervor und bekräftigte, dass Googles Technologie das derzeit fähigste Fundament für die Apple Foundation Models darstellt, welche die personalisierte Siri-Funktionalität antreiben werden. Der finanzielle Kontext dieser strategischen Ankündigung war beeindruckend: Apple meldete für das erste Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 143,8 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Darüber hinaus erreichte der verwässerte Gewinn pro Aktie (EPS) in diesem Zeitraum 2,84 US-Dollar, was ein Wachstum von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr widerspiegelt. Zu den anwesenden Führungskräften gehörten CEO Cook und Finanzvorstand Kevan Parekh, der am 1. Januar 2025 die Nachfolge von Luca Maestri angetreten hatte und nun die finanzielle Stabilität des Tech-Giganten untermauerte.
Die anwesenden Investoren richteten ihre Anfragen gezielt auf die Monetarisierungsstrategie für Apple Intelligence sowie die spezifischen finanziellen Parameter, die das mehrjährige Abkommen mit Google regeln. Apple hielt jedoch an seiner Linie fest, dass der Schutz der Privatsphäre der Nutzer ein zentrales Versprechen bleibe. Das Unternehmen betonte die Abhängigkeit von der On-Device-Verarbeitung und der innovativen Private Cloud Compute-Architektur, um Nutzerdaten effektiv zu schützen, selbst wenn externe Grundlagenmodelle für komplexe Anfragen herangezogen werden. Diese strategische Entscheidung, für eine Kernfunktion auf die Technologie eines direkten Konkurrenten zu setzen, stellt eine bemerkenswerte Zäsur in Apples bisheriger KI-Entwicklungsstrategie dar.
Die Partnerschaft verdeutlicht die intensiven Wettbewerbsbedingungen bei der Entwicklung großer Sprachmodelle, die selbst Branchengrößen dazu bewegen, externe Expertise für eine schnellere Markteinführung neuer Features zu suchen. Während Apple weiterhin die proprietäre Kontrolle über die Benutzeroberfläche und die Ausführung auf den Endgeräten behält, zeigt die Reliance auf Gemini für komplexe logische Aufgaben die aktuelle Notwendigkeit, sich Zugang zu modernsten Modellen zu sichern. Der Umsatz von 143,8 Milliarden US-Dollar übertraf die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten für das wichtige Weihnachtsgeschäft deutlich und bot Cook den idealen Rahmen, um die technische Kooperation innerhalb der positiven Wachstumsgeschichte des Unternehmens zu verankern.
Letztlich wird die Integration als ein pragmatischer Schritt bewertet, um die Bereitstellung hochentwickelter KI-Funktionen für die breite Apple-Nutzerbasis zu beschleunigen, ohne die Zeitspanne interner Entwicklungszyklen abwarten zu müssen. Die fortlaufende Diskussion über den Return on Investment (ROI) für Apple Intelligence, zu der auch die personalisierte Siri zählt, wird voraussichtlich das gesamte Geschäftsjahr 2027 über ein Schwerpunkt für Anleger bleiben. In dem Maße, in dem detaillierte Daten zur Funktionsnutzung verfügbar werden, wird sich zeigen, wie die Integration von Gemini die Marktposition von Apple im Bereich der generativen künstlichen Intelligenz langfristig festigt.
Quellen
MacRumors
MacRumors
Gadgets 360
INDmoney
Apple
9to5Mac
Google blog



