Nigerias Wirtschaft: Naira-Stärke als Indikator für Stabilisierung trotz anhaltender Herausforderungen
Bearbeitet von: Olha 12 Yo
Die nigerianische Währung, der Naira, verzeichnet eine deutliche Aufwertung gegenüber internationalen Devisen. Diese positive Entwicklung wird direkt auf die jüngsten, entschlossenen Wirtschaftsreformen der nigerianischen Regierung zurückgeführt. Im Zentrum der Bemühungen stehen eine straffere Geldpolitik und die Vereinheitlichung der Wechselkurse, was auf eine zunehmende makroökonomische Verlässlichkeit hindeutet.
Die Zentralbank von Nigeria (CBN) unter Gouverneur Olayemi Cardoso hat durch verstärkte Transparenz und marktorientierte Instrumente das Vertrauen wiederherzustellen versucht. Ein zentraler Erfolg dieser Politik ist die Entwicklung der Inflation: Die jährliche Gesamtinflation sank im September auf 18,02 Prozent. Dies markiert den sechsten aufeinanderfolgenden Monat der Abschwächung und den niedrigsten Stand seit drei Jahren, nachdem die Rate im Juni 2024 noch bei 34,19 Prozent lag. Parallel dazu hat sich die Spanne zwischen dem offiziellen und dem Parallelmarkt-Wechselkurs auf unter zwei Prozent verengt, was die Liquidität im Devisenmarkt stärkt.
Internationale Finanzinstitutionen honorieren diese Fortschritte. Der Internationale Währungsfonds (IWF) lobte die Maßnahmen als Beitrag zur Stärkung der makroökonomischen Stabilität und korrigierte seine Wachstumsprognosen für Nigeria nach oben. Die Weltbank bestätigte die mutigen Schritte zur Stabilisierung, mahnte jedoch zur Vorsicht angesichts der fortbestehenden Schwierigkeiten. Die Leitzinserhöhung auf 27 Prozent durch das Monetary Policy Committee der CBN im September 2025 bildet den geldpolitischen Rahmen zur Eindämmung der Preissteigerungen.
Trotz der makroökonomischen Erfolge bleibt die Situation für viele Bürger angespannt. Die Weltbank hebt hervor, dass die hartnäckige Lebensmittelinflation weiterhin eine erhebliche Belastung darstellt und als „die größte Steuer für die Armen“ gilt. Für die ärmsten Haushalte, die bis zu 70 Prozent ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben, bieten offizielle Statistiken nur wenig Trost. Die Verringerung der Lebensmittelinflation erfordert daher eine Stärkung der landwirtschaftlichen Produktion und die Beseitigung von Engpässen in der Lieferkette.
Jüngste Daten zeigen, dass die Lebensmittelinflation im September auf 16,87 Prozent gesunken ist, was auf verbesserte Ernten und eine effizientere Logistik hindeutet. Unterstützt wird das wachsende Vertrauen durch die Devisenreserven, die nun über 43 Milliarden US-Dollar liegen und mehr als elf Monate Importdeckung gewährleisten. Diese makroökonomische Stabilisierung schafft die Grundlage, um die Vorteile der Reformen in das tägliche Leben aller Bürger zu übersetzen und eine breitere Basis für nachhaltiges Wachstum zu schaffen.
10 Ansichten
Quellen
BizWatchNigeria.Ng
IMF Staff Completes 2025 Article IV Mission with Nigeria
Positive Economic Momentum in Nigeria, Now Time to Bring Home the Gains
Nigeria’s economic reforms and outlook for the year 2025
Weitere Nachrichten zu diesem Thema lesen:
Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.



