Ausstellung "Antikes Griechenland" in Thessaloniki beleuchtet die Epoche der Polis
Autor: Olha 12 Yo
Die umfassende Ausstellung mit dem Titel „Antikes Griechenland“ eröffnet am 27. September 2025 im Thessaloniki International Exhibition Center. Unter der Inszenierung von Sotiris Tsafoulias und kuratiert von Thanos Veremis, bietet die Schau eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit den Fundamenten der westlichen Zivilisation. Besucher können eine etwa einstündige und fünfzehnminütige Erfahrung erwarten, die in die Welt der antiken Stadtstaaten, der Philosophie und der Mythen eintaucht und dabei die Muster aufzeigt, die sich von der Antike bis in die heutige Zeit ziehen.
Der Fokus der Präsentation liegt auf der Einführung in das antike Griechenland, wobei bedeutende Poleis wie das mykenische Erbe, Athen, Sparta und das Königreich Makedonien beleuchtet werden. Ergänzend dazu werden die zentralen Errungenschaften in Kunst, Wissenschaft und Philosophie thematisiert. Diese Stadtstaaten entstanden ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. als eigenständige Gebilde, die ihre Unabhängigkeit wahrten und den politischen Kern ihrer Regionen bildeten. Die Konzepte von Politik und Bürgerschaft, wie sie heute verstanden werden, haben hier ihren Ursprung, wenngleich politische Rechte ursprünglich nur freien, männlichen Bürgern zustanden.
Trotz ihrer politischen Zersplitterung verstanden sich die Griechen als ein Volk, vereint durch Sprache, Götterglaube und Kultur, wobei zentrale Orte wie Delphi oder Olympia als Treffpunkte für alle Hellenen dienten. Die griechische Antike, die sich grob vom 8. Jahrhundert v. Chr. bis zur Eingliederung in das Römische Reich um 30 v. Chr. erstreckte, legte das Fundament für das Abendland. Historische Konflikte, wie die Perserkriege und der nachfolgende Peloponnesische Krieg zwischen dem Attischen Seebund und dem Peloponnesischen Bund, zeigten jedoch, wie interne Spannungen die Entwicklung der Zivilisation beeinflussen konnten.
Ergänzend zu den Exponaten in Thessaloniki, die sich auf die Kernbereiche konzentrieren, werden Funde aus der weiteren Region die damaligen Machtzentren verdeutlichen. Nur 45 Kilometer entfernt liegt Pella, die historische Hauptstadt des Königreichs Makedonien unter Philipp II. und Alexander dem Großen. Archäologische Stätten und Museen dort, wie das Archäologische Museum Thessaloniki, dessen Gründung auf das Jahr 1912 zurückgeht, beherbergen materielle Zeugnisse von Herrschaft und Kunstfertigkeit, darunter den goldenen Kranz aus Eichenblättern und militärische Ausrüstung, die eine ganzheitliche Sicht auf diese Ära ermöglichen.
Die Ausstellung bietet feste Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 9:00 bis 13:00 Uhr und am Wochenende, Samstag und Sonntag, von 10:00 bis 20:00 Uhr. Der reguläre Eintrittspreis beträgt 14 Euro. Studierende zahlen einen reduzierten Satz von 8 Euro, während Personen mit Behinderung freien Eintritt erhalten; deren Begleitperson zahlt den vollen Preis von 14 Euro. Tickets sind über die Plattform ticketservices.gr erhältlich.
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