Modeikone Giorgio Armani verstorben
Bearbeitet von: Dmitry Drozd
Der gefeierte italienische Modeschöpfer Giorgio Armani ist am 4. September 2025 im Alter von 91 Jahren verstorben. Die Armani Group bestätigte seinen Tod. Armani, geboren 1934 in Piacenza, begann seine Karriere nach einem abgebrochenen Medizinstudium und seiner Militärzeit als Schaufensterdekorateur und Verkäufer bei La Rinascente in Mailand.
Prägende Jahre verbrachte er als Designer für Herrenmode bei Nino Cerruti, bevor er 1975 gemeinsam mit seinem Partner Sergio Galeotti die Giorgio Armani S.p.A. gründete. Sein revolutionärer Stil, der traditionelle Anzüge aufbrach und durch weichere, entspanntere Silhouetten ersetzte, definierte den modernen italienischen Stil. Insbesondere sein "Power Suit" für Damen, der die wachsende Präsenz von Frauen im Berufsleben widerspiegelte, erlangte weltweite Anerkennung.
Armanis Einfluss auf die Modebranche war immens. Er revolutionierte die Abendgarderobe und gilt als Pionier der modernen Rot-Kreuz-Mode, indem er zahlreiche Hollywood-Stars für ikonische Auftritte auf dem roten Teppich einkleidete. Filme wie "American Gigolo" (1980) trugen maßgeblich zu seiner internationalen Bekanntheit bei und etablierten den Armani-Look als Synonym für Stil und Raffinesse.
Über die Mode hinaus erweiterte Armani sein Imperium auf Bereiche wie Parfüms, Kosmetika, Wohnaccessoires, Hotels und Sportbekleidung. Die Marke Armani verzeichnete 2023 einen Umsatz von 2,35 Milliarden Euro. Im August 2025 präsentierte er auf den Filmfestspielen von Venedig das digitale Archiv "Armani/Archivio", das über 50 Jahre seiner Kreationen dokumentiert und der Öffentlichkeit zugänglich macht.
Der italienische Premierminister Antonio Tajani würdigte Armani als "zeitloses Talent und Botschafter des Made in Italy", der mit seiner Eleganz und Kreativität die italienische Mode weltweit bereichert habe. Giorgio Armanis Vermächtnis lebt in seinen zeitlosen Designs und seinem unermüdlichen Streben nach Perfektion weiter und wird auch künftige Generationen von Designern und Modeenthusiasten inspirieren.
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Quellen
Hindustan Times
Reuters
Financial Times
Associated Press
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Al Jazeera
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